Schauspielerin Emmanuelle Seigner machte ja bereits Tai-Chi für die Sportswear-Kampagne des Modelabels Celine. Jetzt verkauft sie sich als großer Cowboystiefel-Fan und entwarf für die französische Luxusmarke ein Paar mit Skelettpärchen in mexikanischer Kleidung. Über 10 Stunden Handarbeit stecken in dem Lederstiefel.
Schauspielerin Winona Ryder beim Marie Claire Prix de la Mode in der französischen Botschaft Madrids. Noch in ihren Händen: Die Minaudière “Iron Lizard Knot” von Bottega Veneta.
Peter Lindbergh fotografierte Beyoncé Knowles für ihr jüngst erschienenes Album “I am… Sasha Fierce”. Ihr Schuhwerk: Plateau-Slingbacks “Dorothy” von Stuart Weitzman – gibt’s für 330 Euro zum Beispiel bei Pfähler Shoes in der Hamburger Große Bleichen 23-27.
Auch das Modell “Timber” aus der Sommerkollektion von Stuart Weitzman trug Knowles bereits: Sie wählte es in der Farbe Beige, um ihren Preis “2008 Style Star Of The Year” vom Magazin “Seventeen” in Empfang zu nehmen. Timber, ca. 325 Euro.
Fotos: Stuart Weitzman, abfotografiert vom Album (1)
Die Shirt-Marke dahinter dagegen ist eine Neuentdeckung und heißt: Guiltybrotherhood. Klingt nach coolem Label aus L.A., ist aber made in France. Zwei Frenchies stecken dahinter: Kevork Kiledjan und Gregory Hervieux. Scheinbar habe die früher mal ein bisschen bei Chanel mitgemischt und dann vor und 2 Jahren ihre eigene Firma gegründet. Die Mode ist für die “Urban warrior women”, was ich mal wieder als eine Zielgruppendefinition betrachte, die keiner braucht. Alles in Schwarz und Weiß und jede Saison gibt es ein neues Thema. Auch das ist nicht neu. Dennoch: Mir gefällt das Shirt, die Kleidchen und Röcke sind mir alle viel zu kurz, aber sieht nett aus. Für meinen Geschmack etwas zu sexy. Klare Kollektion, die von Männern gemacht wurde.
Gefunden? Ja, der Ring fehlt oben. Wie das Politmagazin L’Express schreibt handelt es sich dabei um einen Ring von Chaumet im Wert von 15.600 Euro. Die parteilich rechts stehende Tageszeitung Figaro hat den Ring mal eben kurz weg retuschiert, weil – so die Chefredakteurin – er nur unnötig die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. “Wir wollten nicht, dass der Ring im Fokus von Polemik steht”, so die Chefredakteurin, die versprach, dass so was demnächst nicht mehr vorkommt.
Rachida Dati wusste von alledem nichts. Die Justizministerin war schon mehrmals wegen ihres sehr teuren Kleidungsstil kritisiert worden (siehe auch Artikel hier bei uns) und steht gerade wegen harter Mitarbeiterführung und diskutablen Entscheidungen im Kreuzfeuer der Kritik.
Fotos: Screenshots L’Express, Originalbild: François Bouchon für Le Figaro
Am Donnerstagabend lud das Modelabel Dolce & Gabbana zur Wiedereröffnung seines Münchner Geschäfts auf der Maximilianstraße. Das Motto lautete “Fashion Victims”, denn gleichnamiges Buch von Michael Roberts wurde vorgestellt. Viele der Gäste verstanden das Motto als Dresscode und setzten so leuchtende Akzente in die Innenräume aus schwarzen Glaswänden und schwarzen Kronleuchtern.
Mode-Liebhaberin Christiane Borisch-Pagel aus Reinbek
Peyman-Manager René von Ravenstein und Schauspieltalent Vinzenz Kiefer
Gäste: Kunden von Dolce & Gabbana
Michael Roberts’ Buch “Fashion Victims”, ca. 18 Euro.
Er nennt mich Babe, ich nenne ihn Sieger: Illustration aus dem Buch “Fashion Victims”…
…mit entsprechendem Text auf der linken Seite:
Taschen und Schuhe zum Einpacken: Die Papiermodelle lagen auf Treppenstufen, Tischen und Regalen.
Nachdem einige Blogs schon Anna Wintours Abgang herbeireden, möchte ich doch mal hier die Originalquelle verlinken, nämlich den Artikel in der New York Post, in dem die SPEKULATIONEN zusammengefasst werden.
Wie man am Artikel sieht, werden auch hier nur irgendwelche anonyme Quellen herangeführt. Meine Meinung dazu ist: Abwarten, abwarten. Die Wintour kann immer wieder überraschen und noch läuft ihr Vertrag. Außerdem: Dass Conde Nast gerade Wintour-Neben-Blätter eingestellt hat, will nichts heißen. Bei deutschen Verlagen (inklusive Condé Nast Deutschland) sind auch schon Federn gelassen worden aufgrund der Medienkrise.
Mitte bis Ende der 80er Jahre galt der italienische Designer Romeo Gigli als einer der neuen Designstars überhaupt. Dem damaligen Yuppie-Look und der knalligen Pop-Welt setzte er eine neue Romantik mit weichen femininen, leicht wallenden Gewändern in erdigen Tönen, oft mit Ethno- und Folklore-Einflüssen, entgegen.
Schon in den 90ern wurde es zunehmend ruhiger um die Marke, in den letzten Jahren sprach kaum noch jemand davon. Romeo Gigli selbst zog sich vor ein paar Saisons aus dem Geschehen ganz zurück. Während die Marke Romeo Gigli unsicheren Zeiten entgegensieht, hat Romeo Gigli jetzt den Start seines neuen Designer-Labels bekannt gegeben: Io ipse idem soll zur Saison Herbst/Winter 2009/10 starten.
Erwarten werden uns sicher weiterhin romantisch-nostalgische Silhouetten. Preislich liegt die Kollektion für Frauen und Männer im Premium-Bereich: Anzüge werden zwischen 1300 und 2500
Euro, Kleider um 1200 Euro kosten. Im nächsten Jahr soll zudem der erste Laden in Paris eröffnet werden. Parisoffice, dann bist Du wieder gefragt…
Am 25. November werden in London die British Fashion Awards verliehen, und der “Outstanding Achievement Award” geht dieses Jahr an den englischen Hutdeisgner Stephen Jones.
Mir persönlich zu exzentrisch, was St. Martins-Abgänger Jones da immer so zaubert, aber ohne Frage Handwerkskunst.
Sein Salon am Covent Garden wird natürlich gerne vor Ascot & Co. aufgesucht, Pferderennen heißt Hauptkampfzeit für Hutmacher. Daneben schmücken sich diverse Promis mit seinen Kunstwerken, etwa unsere alte Bekannte Dita von Teese.
Ebenso arbeitet Jones für Designer-Kollegen wie John Galliano und Giles Deacon. Zur Biographie geht es hier.
In jedem Fall senden wir unsere Glückwünsche!
Fotos: British Fashion Awards (2); Stephen Jones (3)
Tregging? Noch nie gehört. Kein Wunder, ist auch ein komischer Trend und besagt eigentlich nichts weiter, als dass Legging und Hose gekreuzt und ohne viel oben drüber angezogen werden. Die Wortschöpfung entsteht durch das englische Trouser gemixt mit dem Wort Legging: Tr(ouser)(L)egging. Schaut aus wie diese Latexhose, die ich hier vor ein paar Tagen vorgestellt habe.
Modisch diskutabel wird der Trend für alle, die keine Model- oder Schaufensterpuppenfigur haben. Fashizblack und Sweet-megan.skyrock zeigen einige prominente Tregging-Beispiele angefangen von Rihanna zu Madame Beckham und vielen anderen. Ihre Outfits hätten alles das Zeug, um es in die Rubrik “Irgendwie daneben” zu schaffen. Denn die am Körper klebende Leder- oder Latexlegging, auf die übrigens auch Daisy Lowe, Nicky Hilton und Fergie stehen, sieht bei normal dicken Oberschenkeln schnell mal wie ein aufgepumpter Motorradreifen aus. Oder wie ein Taucheranzug. Und wer geht damit schon ins Restaurant?!
Ich habe hier mal zwei Beispiele von der Straße, die ganz gelungen sind.
1. Gut, weil die Frau spindeldürr ist und den Trend auch noch sehr modisch umgesetzt hat mit einer schlangen-gemusterten Tregging.
2. Gut, weil das hier eine Baumwoll-Tregging ist, die nicht an Reifenschläuche erinnert, die Stiefel alles abmildern und vor allem weil die Frau es sich leisten kann.
So, was meint ihr? Trend mitmachen oder besser nicht?