Archiv für die Kategorie ‘Rubriken’

Miuccias Doppel-Klub-Projekt

22, November 2008

Da will ich hin: The Double Club in London. Gestern Abend eröffnete die Restaurant-Club-Bar (aber ich hocke leider in Mailand). Dahinter steht jedenfalls die Fondazione Prada (Miuccias Kunstverein); zusammen mit dem Künstler Carsten Höller wurde das temporäre Projekt entwickelt: in einer alten viktorianischen Lagerhalle befindet sich der Club, der Afrika (genauer den Kongo) und Europa einander näher bringen soll. Höller hat dazu die Installationen einer afrikanischen und einer europäischen Bar geschaffen. Es gibt sowohl kongolesische als auch westeuropäische Küche, Kunst und Beschallung.

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Klingt alles zusammen sehr spannend und sieht auch so aus. Und der Sinn? Laut Prada will man damit Künstler animieren, auch funktionale Dinge zu schaffen.

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Fotos: Fondazione Prada

Beauty-Produkt der Woche: Wimpern-Vibrator

20, November 2008

Meistens verschmiert’s oder es ist nicht genügend drauf. Richtig die Wimpern zu tuschen ist eine Kunst. Man kann den Profis Stunden zusehen und doch wird man zuhause nicht den gleichen Effekt erzielen. Aber es kann ja nicht schaden zu üben: Erst von unten in regelmäßigen Bewegungen, …

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… und dann immer wieder bürsten und bürsten

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OK, so könnte das Ergebnis dann aussehen.

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Man kann die Arbeit aber auch der Bürste überlassen. Denn für einen Effekt wie beim Make-Up-Artist haben die Tüftler von Lancôme den Oscilllation erfunden.

lancome_vibrating_infinite_powermascara_01In dem Mascara verbrigt sich eine kleine Batterie (bitte getrennt entsorgen), die auf Knopfdruck die Bürste in genau der richtigen Stärke zum Schwingen bringt. Durch die Powermascara wird so vom Ansatz bis zur Spitze die Wimper gleichmäßig getuscht. Wer einen dickeren Effekt will, führt dieses Make-Up-Wunder eben häufiger über die Wimpern.

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Versprochen werden Verlängerung, Schwung und feine Definition der Wimpern. Ich finde, man muss sich umgewöhnen. Das ist wie bei der elektrischen Zahnbürste, wo man lernen muss, dass die Bürste die Arbeit macht und man keine schwingenden Handbewegungen mehr braucht. Lustig ist der Oscillation aber alle mal.

Preis: 33 Euro.

Fotos: Armani Prive, Lancôme

Modepilot-Minireportage: Maje Presseverkauf

18, November 2008

So Einladungen zu Presse-Sondersales bekomme ich nur selten und hingegangen bin ich bis dato noch nie, weil ich dachte, dass ich mir eh nichts leisten kann. Nun aber flatterte die Einladung von Maje ein und ich mag die Marke echt gerne. Um 9 Uhr ging es schon los, aber um diese Uhrzeit kann ich nun wirklich nicht shoppen gehen. Also bin ich dann mal so gegen 12 da hin. Und da war dann schon diese Schlange: 

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Hm, dachte ich mir: Es gibt wirklich viele Modejournalistinnen in Paris. Als dann der Aufseher rum ging und fragte, wer denn einen Presseausweis hätte, hob ich den Finger und durfte an allen vorbei, denn die waren alles gar keine Journalisten. OK, ich bin naiv, aber woher wissen die Leute dann die Adresse, den Ort, die Zeit???

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Egal, ich bin drinnen und raus kommen Leute mit dicken weißen Tüten. Drinnen ging es zu wie im Taubenschlag. Anprobe Essig, anfassen, teilweise auch Essig. Die Stricksachen waren mit Wäscheklammern auf einen Tisch gezogen, dahinter eine Lagermitarbeiterin, die dann die gewünschte Farbe und Größe aus Kisten zog.

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Im Bild ganz hinten ist die Masse der Strickinteressenten zu sehen. Die restlichen Klamotten hingen in Plastikhüllen an Ständern. Aber die Top-Stücke waren nicht dabei. Meist wohl auch Sachen aus der letzten Wintersaison. Egal, die Mädels um mich herum kauften wie die Irren.

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Nach 45 min. hatte ich dann auch die Schnauze voll, weil ich 30 min. damit verbrachte bei den Strickteilen die Aufmerksamkeit der Verteiler-Dame auf mich zu lenken. “Ähm, pardon, ähm, pardon, pourriez-vous…………….????????”

Die Schlange an der Kasse war dann genauso lange wie vor der Tür, aber bestens geregelt. Wie am Flughafen. 3 Kassen und hopp die nächste. 

Als ich dann wieder draußen war: Das! Ein Stunde vor Ladenschluss war die Schlange viermal so lange wie vorher. Uff! Der Wahnsinn. 

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Was habe ich gekauft?

Diesen Seiden-Kaschmir-Pulli mit Schluppe: 40 Euro statt 179 Euro. Modejournalistin wird vor Neid platzen ;-)

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Dieses Kleid: 40 Euro statt – keine Ahnung?

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Diese Mütze: 15 Euro statt 39 Euro.

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Und dann noch ein paar Weihnachtsgeschenke für meine Freundinnen, die aber hier nicht zeigen kann. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht diesen Schal mitgenommen habe. Den gab es da auch.

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Mist! Vertane Chance, aber bei so viel Andrang schwindet mein Jagdinstinkt.

Fotos: Maje (1), modepilot/parisoffice (8)

Lese-Tipp: “Stoff für Zoff” in der SZ

17, November 2008

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Hier habe ich mal wieder ein echtes Artikel-Schmankerl, wie man im Bayerischen sagt. Die Süddeutsche, die ich in der letzten Zeit mehrmals loben musste für gute Modeberichterstattung hat sich dem Kopftuch gewidmet (hier der Link zum Artikel). Eigentlich eine sehr gute Idee, Kopftücher sind ja wieder top modisch. Siehe oben, Bild aus der Anzeigenkampagne von Dolce & Gabbana.

Bloß wurde von der SZ das Thema doch ein bisschen weiter gefasst als manche denken könnten. Weil Modeartikel viel zu öde sind, wurde der Bericht aufgepeppt mit ein bisschen Kultur, Politik und Wirtschaft. Also nimmt die SZ nicht nur das westliche Kopftuch ins Visier, sondern auch gleich die Moslem-Tücher, die Foulards – und Ihr hab es schon geahnt,  - auch das Palituch darf hier nicht fehlen (auch wenn es modisch schon längst wieder out ist). Das ist mal wieder ein Ritt durch die Prärie! Ok, gehen wir ins Detail, denn es gibt zwei Passagen, die ich nicht kapiere: 

1. Zitat: 

Frauen mit üppigem Budget aus den Wirtschaftsmetropolen der Vereinigten Arabischen Emirate spielen mit dem Reiz eines ungelüfteten Geheimnisses, der von Verhüllung ausgeht. So wird das quadratische Stück Stoff zur Projektionsfläche. Ihre züchtigen Interpretationen der großen Modehäuser Chanel, Burberry und Hermès werden von Westlern, die diese Kunst selten beherrschen, abfällig als Petro-Chic abgetan.

Hm, da habe ich mal eine Frage: Was ist Petro-Schick? Hab’s mal gegoogelt und nichts gefunden. OK, eine Wortschöpfung, die uns die Autorin Eva Munz aber nicht erklären will. Ich tippe mal auf Petrol-Chick, also Chick, der mit Geld aus dem Ölgeschäft finanziert wird. Ist es das?

2. Zitat: 

Nun erlebt das Kopftuch eine Renaissance, nicht nur in den muslimischen Städten von Algier bis Jakarta, auch in deren Diasporas von Los Angeles bis Berlin. In Paris ist das Tuch längst wieder dort gelandet, wo es herkommt, nämlich auf dem Kopf modebewusster Frauen diverser Konfessionen – zu sehen neulich bei Besucherinnen der Prêt-à-Porter-Schauen. Dass manche von ihnen aussehen wie Trümmerfrauen, daran muss man sich noch gewöhnen.

Wo? Wo waren die zu sehen? Auf den Prêt-à-Porter-Schauen? Ich habe keine gesehen und gerade noch mal alle meine Leute-Schauenbesucher-Bilder gecheckt. Nichts. Mann, habe ich die verpasst?! So ein Ärger! Vielleicht in Berlin? Wer ein Bild hat, möge es mir zuschicken, denn ich habe keines. Es wird sofort veröffentlicht.

3. Zitat:

Unterdes verstricken sich Soziologen, Migrations-Theoretiker, Krisenreporter aus Neukölln und EU-Ethnographen immer weiter in unübersichtliche Argumentationen. Die Kopftuchdiskussion wirkt allmählich bemüht: Der findige Türke, der sich als seine tote Mutter verkleidete und sich damit jahrelang ihre Rente von deutschen Steuergeldern erschlich? Ohne Kopftuch undenkbar!

Inshallah – “so Gott will” – wird Schauspieler Sacha Baron Cohen (Borat) in seinem neuen Filmprojekt als österreichischer Modereporter Brüno das Stoffquadrat beleuchten – und unseren Willen, alles auszudiskutieren, nutzen, um endlich gegen diesen Wust aus Stereotypen und Klischees anzugehen.

Das mal nur so als Abbinder, denn ich finde das witzig, dass sie da von Klischees und so spricht. Tatsächlich hätte mir eine historische Analyse des westlichen Kopftuchs echt interessiert, statt dessen reitet die Autorin aber zum x-ten Mal auf den Klischees der religiösen Kopftücher, Foulards etc. rum. Wie schade.

Foto: Screenshot Dolce & Gabbana

Finde die Fehler

14, November 2008

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Albert Elbaz ist der Kreative bei Lanvin! Die Bildunterschrift hat Autorin Ingeborg Harms nicht verdient. Am 11. November veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung ihren Artikel “Der Hut erzielt zurzeit einen Achtungserfolg” – eine wirklich schön geschriebene Trendanalyse in Zeiten der Finanzkrise: “Wer jetzt nichts Neues kauft, hat Zeit, einen eigenen Stil zu entwickeln.”

Ein Auszug (der ganze Artikel online bei faz.net):

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FAZ, was ist los? Ist Alfons Kaiser im Urlaub? Schlimm genug, dass sich auf Blogs Flüchtigkeitsfehler finden, doch gerade bei einer FAZ darf so eine Bildunterschrift nicht passieren.

Fotos: modepilot/modejournalistin (abfotografiert von der FAZ, 11. November 2008; Seite 33)

Antwerpen: meine Lieblingsbar

10, November 2008

Modejournalistin hatte es ja schon berichtet: Gestern war Jahreshauptversammlung unserer Aktionäre in Brüssel, und ich habe mich in dem Rahmen zuvor ein bisschen in Antwerpen herumgetrieben. Und bin abends zufällig hier gelandet:

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Das “Strange” ist mal ein echter Geheimtipp: die älteste Schwulenbar Antwerpens ist wirklich ein Hit. Bisschen schummrig, und dabei extrem gemütlich und gepflegt, der Wirt ist geschätzte 85 Jahre alt und zittert ein bisschen beim Sekteingießen. Gespielt wird gerne mal Madonna, und das nicht nur, wenn Dries van Noten hier mitsamt Team eine Aftershowparty feiert oder Raf Simons am Thresen steht. Hingehen!
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Foto: Milanofffice/Modepilot

Lese-Tipp: Kate Winslet und das Pelz-Shooting

10, November 2008

Kate Winslet, einer meiner Lieblingsschauspielerinnen und die wohl netteste Hollywood-Interviewpartnerin, die ich je treffen durfte, hat Ärger mit Vanity Fair. Deswegen: 

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Nein, nicht nur dass sie sexy vom Cover strahlt und dabei angeblich auch noch ge-photoshoppt, bzw. airbrushed wurde, nein, es kommt noch schlimmer. Daily Mail aus England berichtet, dass sie hinters Licht geführt wurde. Sie posiert, wie man sehen kann, auf einem Pelz.

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Echt oder nicht – das war die Frage vor dem Shooting. Und die Antwort war: Nicht echt. Doch danach, als die Story veröffentlicht wurde, war der Pelz plötzlich echt und nun ist Kate zu Recht sauer. Denn sie ist erklärte Pelzgegnerin. Vanity Fair redet sich auf ein Missverständnis raus und hat sich entschuldigt, so die Daily Mail.

Dass Kate Winslet Ärger mit Shootings hat, ist nicht das erste Mal. Schon einmal wurde sie dank Photoshop dünner gemacht und protestierte danach heftig. Sache ist doch: Kate, wir lieben und schätzen Dich, so natürlich, wie Du eben bist. Ich für meinen Teil brauche solche Bilder nicht, denn die Kate, die mir 20 cm entfernt gegenüber saß in einem schwarzen Hosenanzug und mit Pferdeschwanz, sah zehnmal mehr sexy aus, als das da.

Fotos: Screenshot von der Vanity Fair Website; Kate was photograph by Steven Meisel

Beauty-Location der Woche: Mel

8, November 2008

Die Rubrik kommt zu spät und dann auch noch ganz anders. Das Beauty-Produkt der Woche kommt diese Woche als eine heiße Location daher. Mehr darüber nach diesem Augenweiden:01b04Das da sind Schuhe von Barbara Bui für den aktuelle Winter. 

1006Die sind hoch, nicht wahr? Aber schön. Kauft man sie aber im neuen Pariser Schuh-Edelladen Mel auf der Rue Royale, Hausnummer 8 …

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… kann man nach einmal Probetragen auch gleich einen Termin im Fuß-Spa ausmachen. 

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Eine Fußmassage, eine Reflexologie, eine Pediküre und schon kann man auf den High Heels weitermarschieren.

Konzipiert hat das Ganze eine Modejournalistin, Ex-Numéro-Redakteurin, die mal einen etwas anderen Schuladen aufmachen wollte und auf 160 qm lederne Träume anbietet von Alexander McQueen, Azzaro, Givenchy, Stuart Weizman,  Casadei… 

Sieben verschiedene Fuß-Pflegen stehen im Spa auf dem Programm – angepasst an die verschiedenen Füße (Frauen, Männer), Stiletto-, Ballerina-Füße etcetera. Natürlich kann man sich bei Mel auch nur einfach die Nägel lackieren lassen, dann aber mit den Speziallack von Serge Lutens (siehe Modepilot von Juni).

Fotos: Barbara Bui (4), modepilot/parisoffice, Mel

Lese-Tipps: Aufregung um Obamas Kleid

7, November 2008

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Narciso Rodriguez sei schuld. Wie konnte er ihr nur dieses Kleid andienen?! Michelle Obamas Kleid, das sie zur siegreichen Wahlnacht trug, spaltet nicht die Nation – nein, die Welt. “Sie hat daneben gegriffen!!” Was soll dieses Taillenband?” UND SO WEITER!

Objektiv hat die englische Telegraph mal die wichtigsten Äußerungen zusammengeschrieben. Und die Hasstiraden anderen überlassen. Die deutsche Focus titelt: “Michelle Obama brüskiert Modefans!” und freut sich auf „vier spannende Jahre des Mode-Guckens im Weißen Haus.“ 

Foto: Getty für UK Telegraph

Irgendwie daneben

31, Oktober 2008

Ich würde sagen, von allen Sommer 2009-Modellen, die ich bisher gesehen habe, geht dieses hier am allerwenigsten:

Ein typisches “Zu”-Outfit. Zu rot, Zu pink, Zu kurz, Zu glänzend, Zu billig…. Tut mir leid, Marcel Ostertag – sonst bin ich von den Designs des deutschen Newcomer-Designers eigentlich überzeugt (die schönen Drapage-Mäntel!), aber das ist hier ist ein bisschen trying hard YSL-und-russische-Kundschaft-gleichzeitig.

Foto: Mercedes Benz Fashion Week Berlin


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