Mit ‘London’ getaggte Artikel

Miuccias Doppel-Klub-Projekt

22, November 2008

Da will ich hin: The Double Club in London. Gestern Abend eröffnete die Restaurant-Club-Bar (aber ich hocke leider in Mailand). Dahinter steht jedenfalls die Fondazione Prada (Miuccias Kunstverein); zusammen mit dem Künstler Carsten Höller wurde das temporäre Projekt entwickelt: in einer alten viktorianischen Lagerhalle befindet sich der Club, der Afrika (genauer den Kongo) und Europa einander näher bringen soll. Höller hat dazu die Installationen einer afrikanischen und einer europäischen Bar geschaffen. Es gibt sowohl kongolesische als auch westeuropäische Küche, Kunst und Beschallung.

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Klingt alles zusammen sehr spannend und sieht auch so aus. Und der Sinn? Laut Prada will man damit Künstler animieren, auch funktionale Dinge zu schaffen.

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Fotos: Fondazione Prada

Stephen Jones: hutverdächtig

20, November 2008

Am 25. November werden in London die British Fashion Awards verliehen, und der “Outstanding Achievement Award” geht dieses Jahr an den englischen Hutdeisgner Stephen Jones.

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Mir persönlich zu exzentrisch, was St. Martins-Abgänger Jones da immer so zaubert, aber ohne Frage Handwerkskunst.

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Sein Salon am Covent Garden wird natürlich gerne vor Ascot & Co. aufgesucht, Pferderennen heißt Hauptkampfzeit für Hutmacher. Daneben schmücken sich diverse Promis mit seinen Kunstwerken, etwa unsere alte Bekannte Dita von Teese.

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Ebenso arbeitet Jones für Designer-Kollegen wie John Galliano und Giles Deacon. Zur Biographie geht es hier. 

In jedem Fall senden wir unsere Glückwünsche!

Fotos: British Fashion Awards (2); Stephen Jones (3)

Modetrotter – der etwas andere Online-Shop

19, November 2008

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Schaut aus wie ein Streetstyle-Blog, ist es aber nicht. Eine Modefoto-Online-Galerie? Auch nicht. Was dann? Was Modetrotter ist wird nicht auf den ersten Blick klar. Tatsächlich ist es aber so eine Art Online-Mulitmarken-Boutique, die eben die coolsten Looks aus verschiedenen Städten (Berlin, Paris, Stockholm, London, New York) zum Einkauf anbietet. 

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“Jede Stadt hat ihren Look”, erklärt Marie Couttoux. Und Recht hat sie. Umso besser, wenn man dann in Paris mal mit ein paar Klicks den Look aus Berlin einkaufen kann. Zum Beispiel als Vorbereitung für eine Berlin-Reise. Oder eben in Berlin keine Klamotten vom Pariser In-Label Heimstone findet. 

Also ich finde, das ist mal eine schlaue Idee und nicht dieses übliche Restposten-Verramschen anderer Online-Shops. 

Fotos: Screenshots Modetrotter

Eros-Center

16, November 2008

Shopping Center haben ja ungefähr so viel Sex-Appeal wie Mike Krüger. Dachte ich. Und jetzt sehe ich mal, wie ein Shopping Center auch sein kann: Der Hype in London ist gerade Westfield London – eine Mega Mall im Vorort White City/Shepherds Bush. Hingucker ist nicht nur das Glasdach,

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zum Einkaufen gibt es auch reichlich Gelegenheit in über 260 Läden.

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Eine Auswahl: Christian Dior, Tiffany & Co, Zadig & Voltaire, Jo Malone, Hackett, Donna Ida (Ableger des Premium Denim-Shops in Knightsbridge), H&M, Ugg, Topshop, Zara, und und und. Sonntags ist naturlich auch geöffnet und es gibt Shopping Services mit Stylisten und “Handfree Shopping” (Tüten-Ablade-Vorrichtung). Das könnte ein Vorbild sein… Denn auch wenn ich lieber in einer normalen Innenstadt einkaufen gehe, hat so eine Mall eindeutig praktische Vorteile: Wenn es schnell gehen muss, also zum Beispiel Weihnachtsgeschenke besorgen, hat man es da einfacher.

Fotos: Westfield

It-Girl-Mode bzw. it-Girls und die Mode

15, November 2008

Mode machen – das kann jeder. Denken viele. Ich nicht, aber ich bin auch kein Star. Denn: Promis, die Klamotten designen, gibt es ja zuhauf. Und nun sind die it-Girls dran.

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1. Da haben wir erstmal die Olsen-Zwillinge mit ihrer Kollektion “Elizabeth and James“, die es ja nun endlich auch bei uns zu kaufen gibt. Die Mode der beiden Trendtrolle, wie wir sie hier bei Modepilot liebevoll nennen, ist seit 2007 in den USA erhältlich. In Deutschland muss man jetzt zu Jades nach Düsseldorf fahren, um ihre Kreationen zu finden. Dort gibt es dann den “Elizabeth Blazer” (figurbetont und sexy, mit weiblichem Touch) und den “James Blazer” (im oversized “Boyfriend” Style). Aber Beeilung, denn jeden Monat kommt neue Ware und deswegen lohnt es sich immer wieder mal bei Jades vorbei zu gehen. Die Preise gehen gerade noch so: 75€ für T-Shirts und 220€ bis 340€ für Kleider.

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2. Dann gab es das Gerücht, dass Pixie Geldof für New look designt. Uff, das stimmt nicht. Glück gehabt, sie ist nur das Role-Model der Limited Edition des Modevertikalen und dabei schaut sie auch recht nett aus. Pixie wird mir dadurch richtig sympathisch, denn sie bleibt bei ihren Leisten und tut weiter das, was sie gut kann: feiern, sich ‘ne neue Haarfarbe zulegen und um die Häuser ziehen. Weiter so!

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3. Mein Lieblings-it-Girl (ironisch gemeint): Alice Dellal. Nein, Hilfe, die designt nicht. Aber ihre Schwester Charlotte und die macht recht schöne Schuhe.

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Der Artikel darüber in den Jalouse bringt mich zur Erkenntnis, dass sich Schönheit nicht immer vererbt. Mama Dellal mit Namen Andrea (rechts im Bild, was sonst?!) ist eine echte Schönheit mit Klasse. Beide Töchter haben dieses Niveau noch nicht erreicht. Charlotte schon eher als Alice. Vielleicht kommt es ja noch, aber auch wenn ich mich wiederhole (siehe früherer Post): Mir ist es ein Rätsel, was an Alice so toll sein soll. 

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Fazit: Noch werden wir nicht von it-Girl-Mode überschwemmt. Gerüchte gibt es viele und wahrscheinlich wird es uns auch noch ereilen, aber mit den Schuhen von Charlotte und den Jackets von den Olsens kann ich leben.

Fotos: Elizabeth&James (3), New Look (1), Scans aus Jalouse (2)

Alta Moda aus dem UK

12, November 2008

Brioni kennt man ja als einen der klassischen italienischen Edel-Herrenschneider. Und weil sich die Herrschaften in Penne (das liegt in den Abruzzen) ein bisschen was Neues einfallen lassen wollten, starteten sie im letzten Jahr eine Partnerschaft mit dem Londoner Royal College of Art. Aktuelles Projekt: die Studenten nehmen sich der Brioni Travel Jackets an, die jede Saison gezeigt werden. Das Ergebnis sieht zum Beispiel so aus:

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Aber nur zum Spaß ist das alles natürlich nicht: die 12 Studenten, die beteiligt sind, erhalten ausführliche Anleitung zum Thema Schneiderkunst und arbeiten eng mit dem Brioni-Team zusammen. Wenn das mal kein Anreiz ist.

Foto: Brioni

Y’s museumsreif

7, November 2008

Yohji Yamamoto lässt sich für die Lookbooks seiner Linie Y’s immer etwas Besonderes in Bezug auf die Modelcastings einfallen. Mal sind es Tänzer, dann Schauspieler, und für Sommer 2009 zeigt er Kuratoren aus Paris, London und Antwerpen. Zum Beispiel Kaat Debo vom Antwerpener Modemuseum MoMu:

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Oder Hans Ulrich Obrist von der Serpentine Gallery in London.
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Tut mir leid – so nett die Idee auch ist, aber ich finde es immer sehr schwierig, “Normalos” in Lookbooks, Kampagnen etc. abzulichten. Das hat Karl Lagerfeld mal ganz treffend formuliert: Dass Mode nun mal immer mit dem Ideal zu tun hat.

Fotos: Milo Keller @ twinroom for Y’s

Marc’s Luxuskinderwagen

6, November 2008

Marc Jacobs hat ein Herz für Kinder … reicher Eltern. Denn das ist sein neuester Coup: ein Kinderwagen. Hier gezeigt in zwei Teilen.

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Das Objekt der Zusammenarbeit mit Bugaboo mit Aufdruck “Love Marc” ist in einer Auflage von nur 15 Exemplaren erhältlich. Hier mal für Luxusmütter zum Mitschreiben: 6 davon gibt es in Marc Jacobs Laden in NY, 4 bei Colette, 2 im Wonderroom bei Selfridges, 2 bei Marc Jacobs in Dubai und einen allerletzten in Amsterdam. Wo, steht leider nicht in der Pressemitteilung. Das ist wohl als so eine Spurensuche gedacht nach dem Motto: “Liebe Holländer, finden sie den Marc Jacobs Kinderwagen! Los gehts – über die Gracht, dann…!”

Der Preis liegt bei 1500 Euro. Ich denke, das ist gar nicht mal übertrieben, denn Kinderwägen kosten ja halb so viel wie ein Kleinwagen. Kritisch finde ich dennoch den Aufdruck “Love Marc!”, denn aus diesen Babys können ja nur dekadente Fashionvictims werden.

Fotos: GZ-France, Little Marc Jacobs

München wird sexy!

1, November 2008

Ich will nicht gleich übertreiben, aber der Anfang ist gemacht: Seit gestern gibt es bei Ludwig Beck einen Shop-in-Shop von Agent Provocateur.

130 qm groß (also ziemlich viel Platz für Unterwäsche) und mit der gesamten Palette: Dessous, Accessoires, Kosmetik und Schuhe. Vielleicht mag ja mal ein Münchner berichten, ob es dort genauso schön plüschig-puffig ist wie im Londoner Laden (oder in den Mini-Ausgaben in den Berliner Galeries Lafayette und Breuninger in Stuttgart).
Und seit wann springt denn Helena Christensen für AP in Strapsen in der Gegend rum???

Foto: Agent Provocateur screenshot website

Die Vintage-Versteigerung des Jahres

27, Oktober 2008

Heißt “Resurection: Avantgarde-Fashion” und findet am 30. Oktober in London im South Kensington Salesroom von Christie’s statt. Unter den Hammer kommen Schmuckstücke der Avantgarde-Mode aus den Jahren 1960 bis 1990. Die Sammlung von Mark Haddawy und Katy Rodriguez gilt als weltweit bedeutendeste Sammlung von Avantgarde-Fashion außerhalb von Museen. Ihre Läden in Los Angeles und New York sind für viele Stylisten einer der Top-Adressen für Vintage-Mode. Sogar Henri Bendel hat inzwischen einen Shop-in-Shop der beiden bei sich installiert. 

  

Nun also trennen sich Mark und Katy von einigen ihrer Schmuckstücke. Genau genommen sind es 250 Kleider, Hüte und Schmuckstücke. Die Preise bewegen sich zwischen 500 und 10000 Pfund (Aufgepasst: Pfund wohlgemerkt). Dabei sind Sachen von Pierre Cardin, Paco Rabanne, André Courèges, Rudi Gernreich, Ossie Clark, Vivienne Westwood, Norma Kamali. Azzedine Alaia, Gianni Versace, Issey Miyake und vielen anderen.

Einige der Highlights: Ein Brautkleid aus Lederplättchen, gehalten durch Metallringe von Paco Rabanne, ein Wet-Look-Cape von Pierre Cardin und eine Lederjacke von Westwood, getragen von Sly Stone auf dem Stone’s Cover “Fresh” von 1973.

Fotos: Christie’s


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