Archive for the ‘Designer’ Category

Romeo Gigli kommt zurück

21, November 2008

Mitte bis Ende der 80er Jahre galt der italienische Designer Romeo Gigli als einer der neuen Designstars überhaupt. Dem damaligen Yuppie-Look und der knalligen Pop-Welt setzte er eine neue Romantik mit weichen femininen, leicht wallenden Gewändern in erdigen Tönen, oft mit Ethno- und Folklore-Einflüssen, entgegen.

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Schon in den 90ern wurde es zunehmend ruhiger um die Marke, in den letzten Jahren sprach kaum noch jemand davon. Romeo Gigli selbst zog sich vor ein paar Saisons aus dem Geschehen ganz zurück. Während die Marke Romeo Gigli unsicheren Zeiten entgegensieht, hat Romeo Gigli jetzt den Start seines neuen Designer-Labels bekannt gegeben: Io ipse idem soll zur Saison Herbst/Winter 2009/10 starten.
Erwarten werden uns sicher weiterhin romantisch-nostalgische Silhouetten. Preislich liegt die Kollektion für Frauen und Männer im Premium-Bereich: Anzüge werden zwischen 1300 und 2500
Euro, Kleider um 1200 Euro kosten. Im nächsten Jahr soll zudem der erste Laden in Paris eröffnet werden. Parisoffice, dann bist Du wieder gefragt…

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(Romeo Gigli)

Fotos: Made in Italy; Courtesy Romeo Gigli

Stephen Jones: hutverdächtig

20, November 2008

Am 25. November werden in London die British Fashion Awards verliehen, und der „Outstanding Achievement Award“ geht dieses Jahr an den englischen Hutdeisgner Stephen Jones.

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Mir persönlich zu exzentrisch, was St. Martins-Abgänger Jones da immer so zaubert, aber ohne Frage Handwerkskunst.

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Sein Salon am Covent Garden wird natürlich gerne vor Ascot & Co. aufgesucht, Pferderennen heißt Hauptkampfzeit für Hutmacher. Daneben schmücken sich diverse Promis mit seinen Kunstwerken, etwa unsere alte Bekannte Dita von Teese.

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Ebenso arbeitet Jones für Designer-Kollegen wie John Galliano und Giles Deacon. Zur Biographie geht es hier. 

In jedem Fall senden wir unsere Glückwünsche!

Fotos: British Fashion Awards (2); Stephen Jones (3)

Neue Wahrheiten um Cacharel

19, November 2008

Erst waren es wieder mal Gerüchte, seit heute ist es amtlich: Cacharel macht ohne das Designerduo Eley Kishimoto weiter. „Bis zum heutigen Tage gibt es keinen neuen Designer“, vermeldete eine Unternehmenssprecherin.
Und weil es mich nervt, dass sich die Firmen in Windeseile (in dem Fall zwei Saisons) wieder von ihren Designern trennen, zeige ich bewusst ein Bild der Sommer-Kollektion von Kishimoto (und nicht von Cacharel)

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Eley Kishimoto haben sich allerdings schon weiter orientiert und entwerfen, ähnlich wie zuvor Raf Simons, für Eastpak eine Accessoires-Kollektion.
Und für Riesen-Fans: am 27. und 28. November ist in London Sample Sale bei EK. Alle Infos gibt es hier.

Foto: Eley Kishimoto

Weihnachtsgrüße aus London

14, November 2008

Multitalent Julie Verhoeven kennt man als Designerin, Illustratorin und Künstlerin. Unter anderem entwarf sie schon Taschen für Mulberry oder Louis Vuitton und arbeitet für Dazed and Confused oder Self Service. Da musste mal etwas Profanes her. Und deswegen hat Verhoeven diese Weihnachtskarte designt:

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Die Karte heißt Ho Ho Ho (toll) und ist ein Exklusiv-Entwurf für das Londoner Royal College of Art (wo Julie Verhoeven nebenbei auch noch doziert). Und ab Ende November kann man genau darüber auch die Karten beziehen, der Erlös kommt ebenfalls dem RCA zugute.

Foto: RCA

Sandy, Julia in Barcelona

13, November 2008


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Da seht ihr mal, zu was es gut ist, mit Boris Becker liiert gewesen zu sein. Man wird eingeladen. Selbst wenn man wieder solo ist. Inzwischen erkenne selbst ich, das den deutschen B-Stars völlig entrückte parisoffice, Sandy Meyer-Wölden. Sie strahlt als glücklicher Single beim Mango-Defilee in Barcelona in die Kamera. Ihr Kleid – sehr sexy, sie verliert keine Zeit.

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Mir gefiel da schon besser Julia Restoin-Roitfeld, die mit Bruder Vladimir kam. Auch der soll ja wieder Single sein. Model Lily Donaldson hat sich was anderes gesucht oder ist noch auf der Suche. Na, Vladimir, wir findest Du Sandy? Du, die ist auch Model. Gerüchte zufolge soll sie sogar nun zu designen anfangen. Hui.

Was mich aber mehr interessiert ist, dass beim zweiten Modewettbewerb El Boton -Mango Fashion Award auch Deutsche unter den Gewinnern sind. Wir erinnern: Sandrina Fasoli gewann beim ersten Mal (siehe Vorstellung auf Modepilot), nun gehören Miriam Lehle und Sabine Egler mit zu den Glücklichen. Bravo.

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Das ist ihre Arbeit. Ich freue mich auch, dass Christian Wijnants gewonnen hat. Der ist gut und zeigte leider die letzten zwei Male nicht mehr auf den Pariser Schauen, wahrscheinlich weil kein Geld mehr da ist. Das sind Modelle aus seiner letzten Sommerkollektion 2008.

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Und Mango zeigt natürlich auch seine neue Sommermode. Die sieht so aus:

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Fotos: Mango (5), modepilot/parisoffice (2)

100 Designer für Unicef

12, November 2008

Seit 2003 entwerfen Designer Puppen für Unicef, um damit Geld für Impfungen zusammenzusammeln. Diesmal mit dabei waren: Agatha Ruiz de la Prada, Alexis Mabille, Carolina Herrera, Céline, Cerruti, Chacok, Chanel, Chantal Thomass, Chloé, Christian Dior, Christian Lacroix, Dolce & Gabbana, Dries van Noten, Ed Hardy, Elie Saab Couture, Gucci, Hugo Boss, Isabelle Ballu, Jean-Charles de Castelbajac, Jean-Paul Gaultier, Jérôme L’Huillier, Kaloo, Lanvin, Léonard, Lolita Lempicka, Louis Vuitton, Maison Lesage, Nina Ricci, und, und, und.

Das ist die Puppe von Kenzo.

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Versteigert werden die Puppen am 27 November 2008 im Auktionshaus Drouot Montaigne. Und zum ersten Mal kann man auch AB SOFORT mitsteigern per Internet: auf www.drouot.com

Foto: Unicef

Wer ist Marco Zanini?

12, November 2008

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Vor ein paar Wochen hatten wir berichtet, dass Rochas seine Mode wieder aufleben lässt. Noch aber war der Designer nicht klar: Nun ist es raus. Es ist Marco Zanini. Marco – wer? Noch nie gehört. Er war früher bei Versace und dann bei Halston hört man. Bei Letzterem, um ein bisschen Jugend reinzubringen.

Für Rochas soll er bereits für den Sommer eine erste Linie auf den Markt bringen, aber offiziell wird die erste Kollektion im März in Paris gezeigt. Die International Herald Tribune weiß ein bisschen mehr.

Foto: Norman Jean Roy via IHT

Antwerpen: meine Lieblingsbar

10, November 2008

Modejournalistin hatte es ja schon berichtet: Gestern war Jahreshauptversammlung unserer Aktionäre in Brüssel, und ich habe mich in dem Rahmen zuvor ein bisschen in Antwerpen herumgetrieben. Und bin abends zufällig hier gelandet:

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Das „Strange“ ist mal ein echter Geheimtipp: die älteste Schwulenbar Antwerpens ist wirklich ein Hit. Bisschen schummrig, und dabei extrem gemütlich und gepflegt, der Wirt ist geschätzte 85 Jahre alt und zittert ein bisschen beim Sekteingießen. Gespielt wird gerne mal Madonna, und das nicht nur, wenn Dries van Noten hier mitsamt Team eine Aftershowparty feiert oder Raf Simons am Thresen steht. Hingehen!
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Foto: Milanofffice/Modepilot

H&M und Comme des Garçons: Stimmungslage

9, November 2008

Überdimensional hängt dieses Plakat in Berlin-Mitte und erinnert an den Stichtag 13. November, wenn die Comme des Garçons-Kollektion bei H&M startet:

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Und jetzt würde ich doch gerne mal wissen, wer denn ab nächster Woche hingeht, um sich die Linie anzuschauen. Ein Stimmungsbericht sozusagen.

Foto: Milanoffice/Modepilot

Y’s museumsreif

7, November 2008

Yohji Yamamoto lässt sich für die Lookbooks seiner Linie Y’s immer etwas Besonderes in Bezug auf die Modelcastings einfallen. Mal sind es Tänzer, dann Schauspieler, und für Sommer 2009 zeigt er Kuratoren aus Paris, London und Antwerpen. Zum Beispiel Kaat Debo vom Antwerpener Modemuseum MoMu:

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Oder Hans Ulrich Obrist von der Serpentine Gallery in London.
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Tut mir leid – so nett die Idee auch ist, aber ich finde es immer sehr schwierig, „Normalos“ in Lookbooks, Kampagnen etc. abzulichten. Das hat Karl Lagerfeld mal ganz treffend formuliert: Dass Mode nun mal immer mit dem Ideal zu tun hat.

Fotos: Milo Keller @ twinroom for Y’s