Archive for the ‘Modeläden’ Category

Schick im Büro – bei Lanvin im Fenster

23, November 2008

Die Lanvin-Schaufenster in Paris – schräg gegenüber Hermès – haben sich zu echten Vitrinen-Highlights gemausert. Die Konkurrenz gegenüber des Edeltäschners, der für seinen schöne Schaufenster-Gestaltung berühmt ist, färbt ab. Doch während Hermés noch an seinen Weihnachtsfestern bastelt, beweist Lanvin Humor, Modernität und überhaupt keine Adventstimmung.

Hier ein Blick ins Lanvin-Bürochaos, wo Männer am Tisch lümmeln oder vor dem Bildschirm einpennen, Frauen von der Technik übermannt werden, die heißen Fashion-Sekretärinnen eher erotische Posen auf dem Bürotisch proben , als das Diktat aufzunehmen. 

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Fotos: Modepilot/parisoffice

Modetrotter – der etwas andere Online-Shop

19, November 2008

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Schaut aus wie ein Streetstyle-Blog, ist es aber nicht. Eine Modefoto-Online-Galerie? Auch nicht. Was dann? Was Modetrotter ist wird nicht auf den ersten Blick klar. Tatsächlich ist es aber so eine Art Online-Mulitmarken-Boutique, die eben die coolsten Looks aus verschiedenen Städten (Berlin, Paris, Stockholm, London, New York) zum Einkauf anbietet. 

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„Jede Stadt hat ihren Look“, erklärt Marie Couttoux. Und Recht hat sie. Umso besser, wenn man dann in Paris mal mit ein paar Klicks den Look aus Berlin einkaufen kann. Zum Beispiel als Vorbereitung für eine Berlin-Reise. Oder eben in Berlin keine Klamotten vom Pariser In-Label Heimstone findet. 

Also ich finde, das ist mal eine schlaue Idee und nicht dieses übliche Restposten-Verramschen anderer Online-Shops. 

Fotos: Screenshots Modetrotter

Modepilot-Minireportage: Maje Presseverkauf

18, November 2008

So Einladungen zu Presse-Sondersales bekomme ich nur selten und hingegangen bin ich bis dato noch nie, weil ich dachte, dass ich mir eh nichts leisten kann. Nun aber flatterte die Einladung von Maje ein und ich mag die Marke echt gerne. Um 9 Uhr ging es schon los, aber um diese Uhrzeit kann ich nun wirklich nicht shoppen gehen. Also bin ich dann mal so gegen 12 da hin. Und da war dann schon diese Schlange: 

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Hm, dachte ich mir: Es gibt wirklich viele Modejournalistinnen in Paris. Als dann der Aufseher rum ging und fragte, wer denn einen Presseausweis hätte, hob ich den Finger und durfte an allen vorbei, denn die waren alles gar keine Journalisten. OK, ich bin naiv, aber woher wissen die Leute dann die Adresse, den Ort, die Zeit???

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Egal, ich bin drinnen und raus kommen Leute mit dicken weißen Tüten. Drinnen ging es zu wie im Taubenschlag. Anprobe Essig, anfassen, teilweise auch Essig. Die Stricksachen waren mit Wäscheklammern auf einen Tisch gezogen, dahinter eine Lagermitarbeiterin, die dann die gewünschte Farbe und Größe aus Kisten zog.

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Im Bild ganz hinten ist die Masse der Strickinteressenten zu sehen. Die restlichen Klamotten hingen in Plastikhüllen an Ständern. Aber die Top-Stücke waren nicht dabei. Meist wohl auch Sachen aus der letzten Wintersaison. Egal, die Mädels um mich herum kauften wie die Irren.

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Nach 45 min. hatte ich dann auch die Schnauze voll, weil ich 30 min. damit verbrachte bei den Strickteilen die Aufmerksamkeit der Verteiler-Dame auf mich zu lenken. „Ähm, pardon, ähm, pardon, pourriez-vous…………….????????“

Die Schlange an der Kasse war dann genauso lange wie vor der Tür, aber bestens geregelt. Wie am Flughafen. 3 Kassen und hopp die nächste. 

Als ich dann wieder draußen war: Das! Ein Stunde vor Ladenschluss war die Schlange viermal so lange wie vorher. Uff! Der Wahnsinn. 

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Was habe ich gekauft?

Diesen Seiden-Kaschmir-Pulli mit Schluppe: 40 Euro statt 179 Euro. Modejournalistin wird vor Neid platzen 😉

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Dieses Kleid: 40 Euro statt – keine Ahnung?

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Diese Mütze: 15 Euro statt 39 Euro.

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Und dann noch ein paar Weihnachtsgeschenke für meine Freundinnen, die aber hier nicht zeigen kann. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht diesen Schal mitgenommen habe. Den gab es da auch.

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Mist! Vertane Chance, aber bei so viel Andrang schwindet mein Jagdinstinkt.

Fotos: Maje (1), modepilot/parisoffice (8)

Dunkle Wolken über den Champs-Elysées

18, November 2008

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Ich sage nur: Schlusslicht! Wie peinlich! Bei einer Untersuchung von Prachtmeilen hat die Champs Elysées, die schönste Avenue der Welt, den letzten Platz belegt. Die Marktforschungsfirma Presence Mystere Shopping hat 16 Einkaufsmeilen auf Herz und Nieren, bzw. auf den Pflasterstein genau überprüft. Untersucht wurden Sauberkeit, Freundlichkeit der Verkäufer, Zustand der Straße, Ansprache der Kunden etcetera. Gewonnen hat der Rodeo Drive in Beverly Hills, gefolgt von der Calle Serrano in Madrid und den dritten Platz errang die Bagdat Avenue in Istanbul. 

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Zu meiner Wahlheimat: Die Pariser Champs Elysees hat den letzten Platz wegen Unfreundlichkeit (Völlig klar!), schlechten Service (Ok, auch das verstehe ich, denn die französischen Verkäuferinnen unterhalten sich lieber untereinander, als sich um die Klientel zu kümmern.) und weil die Kunden weder begrüsst noch verabschiedet werden (Hm, das wundert mich nun, denn normalerweise sind die Franzosen da vorbildlich.).

Eine deutsche Einkaufsstraße war nicht untersucht worden, die Via Montenapoleone in Mailand belegte Platz 13. Auch nicht toll, Milanoffice.

Foto: modepilot/parisoffice

Kurs auf Seoul

17, November 2008

Das nenn‘ ich mal einen Laden: 10 Corso Como, unser Vorzeige-Modell aus Mailand, hat eine Filiale eröffnet. Erst mal die Bilder:

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Nicht schlecht. Dagegen sieht Mailand fast wie eine Spelunke aus. Jetzt kommt der Haken. Leider befindet sich dieser Ableger in Seoul, Südkorea, das heißt nicht ganz um die Ecke. 1.400 Quadratmeter (also ordentlich) und das bekannte erlesene Marken-Angebot von Alaia, Miu Miu, Chalayan über Balmain bis zu Oscar de la Renta und Galliano.
Mal sehen, welche Renommé-Shops bald noch mit Dependancen in Fernost aufwarten (Dover Street Market zum Beispiel hat im letzten Jahr in Tokio eröffnet.)

10 Corso Como, 79 Cheongdam-dong, Gangnam-dong, Seoul

Fotos: 10 Corso Como

Eros-Center

16, November 2008

Shopping Center haben ja ungefähr so viel Sex-Appeal wie Mike Krüger. Dachte ich. Und jetzt sehe ich mal, wie ein Shopping Center auch sein kann: Der Hype in London ist gerade Westfield London – eine Mega Mall im Vorort White City/Shepherds Bush. Hingucker ist nicht nur das Glasdach,

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zum Einkaufen gibt es auch reichlich Gelegenheit in über 260 Läden.

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Eine Auswahl: Christian Dior, Tiffany & Co, Zadig & Voltaire, Jo Malone, Hackett, Donna Ida (Ableger des Premium Denim-Shops in Knightsbridge), H&M, Ugg, Topshop, Zara, und und und. Sonntags ist naturlich auch geöffnet und es gibt Shopping Services mit Stylisten und „Handfree Shopping“ (Tüten-Ablade-Vorrichtung). Das könnte ein Vorbild sein… Denn auch wenn ich lieber in einer normalen Innenstadt einkaufen gehe, hat so eine Mall eindeutig praktische Vorteile: Wenn es schnell gehen muss, also zum Beispiel Weihnachtsgeschenke besorgen, hat man es da einfacher.

Fotos: Westfield

Und das sagt Abercrombie…

15, November 2008

Wie jetzt von Abercrombie & Fitch direkt zu hören war, sehen die Laden-Pläne so aus: Im nächsten Jahr steht je ein Abercrombie-Flagshipstore in New York und Mailand (!!!!!!!!!!) an, und je ein Abercrombie & Fitch-Flagshipstore in Kopenhagen, Mailand (!!!!!!!!!!!!!!) und Tokio (Abercrombie ist der jüngere Ableger von Abercrombie & Fitch). Und erst 2011 soll der A&F-Laden auf den Pariser Champs Elysées eröffnen. Aber nicht verzweifeln: Angeblich wird auch nach weiteren Standorten in Europa uind Asien geschaut.

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Das wird ja traumhaft in Mailand – dann treibe ich mich samstags immer bei den Jungs im Laden rum….

Foto: A&F screenshot

Rabatt-Marken in Frankfurt

14, November 2008

Noch ein Frankfurt-Tipp: Bis Montag gibt es bei Pfüller auf der Goethestraße noch 30% Rabatt – soweit ich verstanden habe, auf alles. Zum Angebot gehören Marken wie American Vintage, Philosophy, Marc by Marc Jacobs, Philipp Lim und Ralph Lauren.

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Irgendeine Jubiläums-Aktion, ich habe leider nicht so genau hingehört, weil ich mich wieder zwischen 300 Teilen nicht entscheiden konnte. Vielleicht haben andere ja mehr Glück.
(Und schöner Kommentar einer Kundin, die ich aus meiner Umkleide heraus belauschen konnte: „Ach, ich würde so gerne meinen Mann fragen, wie er das Teil findet, aber ich kann ihn jetzt nicht anrufen – er operiert ja gerade.“)

Foto: August-Pfueller.de screenshot

Weihnachtsfenster in Paris

14, November 2008

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Ich hatte Weihnachtsdeko aus Paris versprochen und hier kommt sie. Erstmal nur Printemps undGaleries Lafayette, die anderen sind noch nicht so weit und die städtische Deko ist auch noch eingepackt. Hier also die beiden Weihnachtsstarter (alles in Rosa ist Galeries Lafayette, der Rest Printemps).

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Und das zum Abschluss! Weil die Kinder so niedlich gucken und echtes Kinder-Weihnachtsfeeling verbreiten. Dafür machen sich die Kaufhäuser diese Mühe.  

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Fotos: modepilot/parisoffice

Und noch eine Eröffnung: Yamamoto in Paris

14, November 2008

Wir Modepilotinnen sind ja für Kontrastprogramm. Und für Internationalität. Deswegen gibt es nun im Anschluss an Prada in Düsseldorf noch eine Shoperöffnung: Yohji Yamamoto in Paris. Neuer Laden in der Rue Cambon, aber weiter unten als Chanel. Wie zu erwarten, ist alles in Schwarz-Weiß. Aber der Laden ist TOLL. An den Wänden gefaltetes Papier, das sonst für die Türen in Japan verwendet wird. Boden und die Treppengeländer sind aus einem Spezialbeton aus weißen Sand mit ganz hellen Steinchen, die eine Marmorisierung erzeugen. Wer nun glaubt, dass da ein Japaner am Werk war irrt. Die Architektin ist Britin.

So schaut es aus: Minimalismus à la Yamamoto.

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Und die Gäste? Alle in Schwarz, was sonst – und echte Yamamoto-Typen

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Voll war’s auf alle Fälle: 

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Japaner waren natürlich auch da, wie immer super cool gestylt: 

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Na, die beiden beiden gehören eher zu Pariser Bobo-Fraktion, siehe auch die unpassenden bunten Schuhe: 

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Das da sind eine Fraktion Amis und Engländer, sieht man auch an den Karojacken. Der in der Fellweste ist der Ami, glaube ich wenigstens – dem Dialekt nach zu schließen. Ich sage nur Neanderthaler-Jäckchen. Der sah so aus, als ob er gleich die Keule aus der Tasche zieht.

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Ja, und ganz versteckt, dann doch noch: Der Meister selbst.

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Fotos: Modepilot/parisoffice